Flower Power Mode

Flower Power





Flower Power

Flower Power: Hippies, lange Haare, psychedelische Drogen und sexuelle Revolution? Wer heute von Flower Power spricht, meint oft Spaß, gute Musik und bunte Klamotten einer Jugendbewegung der 60er Jahre. Aber was heißt das Schlagwort Flower Power wirklich, das zwar in aller Munde ist, aber trotzdem in der Bedeutung unklar bleibt?
Die wahre Bedeutung der Blumenmacht Flower Power geht über hübsch geflochtene Blumenkränze und bunte Gewänder weit hinaus. Der US-amerikanische Dichter Allen Ginsberg prägte den Begriff Mitte der 60er Jahre. Er beschrieb in einem Aufsatz eine vollkommen neue Protestform: die gegen Ungerechtigkeiten demonstrierende Studentenbewegung sollte Politikern, Polizisten, Zuschauern Blumen zustecken und so ein Exempel für eine friedliche Gesellschaft statuieren.
In den 1960er Jahren formierten sich weltweit Bewegungen, die gegen starre Gesellschaftsstrukturen, für mehr Freiheit und Aufklärung in allen Lebensbereichen und besonders gegen Krieg und Aufrüstung protestierten. Vor Allem Studenten engagierten sich politisch in Form von Protesten, Demonstrationen und Aktionen, die Aufmerksamkeit erregen sollten.

Flower Power

Die Flower Power Aktion entstand an der politisch stark engagierten Universität Berkeley in Kalifornien. Flower Power verbindet ein politisches Bewusstsein, eine selbstbewusste Botschaft und eine Naturverbundenheit, wie sie für die Bewegungen der 60er Jahre typisch sind. Die Anhänger der Flower Power Bewegung wollten nicht einfach der Gesellschaft, ihren Ansprüchen und ihren Begrenzungen entfliehen. Die Nachkriegsgeneration verstand sich keinesfalls als eine Horde von faulen Arbeitsverweigerern, als die sie von einigen konservativen Zeitgenossen angesehen wurde. Ziel der jungen Aufständischen war die Verweigerung der gesellschaftlichen Ansprüche zugunsten von neuen Impulsen, Ansprüchen und Vorstellungen. Die Flower Power Jugendbewegung betrachtete das politische System und die gesellschaftlichen Zustände als verbraucht, eingerostet und revolutionsbedürftig. Neue Vorstellungen und ein neues System mussten her. Ein System, das Frieden und politische Aufklärung, die Demokratisierung der Gesellschaft und mehr Freiheit und Selbstbestimmung bringen sollte. Gegen den Krieg und für Frieden und Naturverbundenheit – das sollte die Flower Power Bewegung ausdrücken. Allen Ginsberg formulierte den gewünschten Weg zum Ziel theoretisch in einem Aufsatz – die ständig demonstrierende Bewegung ließ die Aktion Wirklichkeit werden.
Hippies, lange Haare, auch psychedelische Drogen und die sexuelle Revolution waren Teil der Flower Power Bewegung. Aber die revolutionäre Idee wird mit diesen wenigen Schlagworten zu stark eingeschränkt, ist kaum noch zu erkennen. Flower Power hat geholfen, die Gesellschaft positiv zu verändern. Friedlicher Protest für ein gutes Ziel lohnt sich immer, auch wenn die Bewegung selbst ihre Ziele nicht vollständig erreichen konnte, nicht immer friedlich blieb, manche Blumen verblüht sind.